Tornio – Haparanda – Vasankarintie

9. Oktober 2014

Heute war es nicht so kalt, es nützt also schon etwas, wenn die Decken ordentlich im Überzug eingelegt sind … 😉 Schade, dass ich heute fahren muss, es beginnt mir soeben hier im Wald zu gefallen.

Frühstück mit Kaffee in Tervola, das Finnisch geht zwar immer besser, aber ich steige dennoch gerne auf Englisch um. Auf der weiteren Fahrt sehe ich das gleiche wie vorgestern, aber dafür jetzt mit unterschiedlichen Baumarten. Es gibt wieder sehr viele lange Geraden, nette Siedlungen, viele Wiesen und Weiden, immer größere Bauernhöfe mit großen Silos und noch mehr Birkenwälder.

Soundtrack: Ezra Vine – Celeste

Wenig später Ankunft in Tornio, das Wasserturm-Café hat (natürlich) geschlossen (es ist ja Nachsaison). Aber der Turm ist sehr cool, schaut fast ein wenig aus wie der UFO-Turm in „Men in Black“. Kurze Rundfahrt im finnischen Tornio und nachdem ich kein ansprechendes Café finde Weiterfahrt über die Grenze nach Haparanda! Ich hätte mir ja nie gedacht, dass ich auf meinem Trip auch noch in Schweden lande! 🙂 Große Einkaufstour im Coop Extra, Haglöfs Factory Outlet Store, ICA Maxi und Fjällräven Outlet beziehungsweise Naturkampaniet. „Fika“ in der Nye Konditoriet und mein Schwedisch ist noch immer nicht eingerostet, das Bestellen und Verständigen klappt hervorragend! 🙂 Ok, das ist aber auch schon alles und noch nicht A1-Niveau… 😉 Dafür genehmige ich mir ein Räkorbaguette und einen Kladdkaka. Simones war aber immer besser.

Tornio und Haparanda sind schon mehr nach meinem Geschmack als die Ortschaften in Lappland. Sie sind im Gegensatz zu weiter nördlich nicht modern und weitläufig angelegt sondern historisch gewachsen, auch mit weniger Abstand zwischen den Häusern. In beiden Städten sind Macho-Autos grad voll in Mode, meistens Mercedes-Benz, aller Baujahre, aufgemotzt mit Alufelgen, tiefergelegt, Soundanlage, verdunkelte Scheiben, meist schwarz lackiert. Auf der Strecke Tornio-Simo sehe ich viele Windräder, die nicht wie bei uns mit rötlicher Signalleuchte ausgestattet sind, sondern mit weißblauer. Es handelt sich nicht um ein Blink- sondern um ein Blitzlicht. Das sieht in der Abenddämmerung schon etwas gespenstisch aus, fast wie eine UFO-Erscheinung. (Schon das zweite Mal heute… 😉

Zuerst schaue ich mir einen Rastplatz neben der Autobahn an, aber dieser gefällt mir gar nicht für die Nachruhe. Also fahre ich bei Simo a und in Richtung eines ausgeschilderten „Museums“. Das Museum finde ich zwar nicht, und die Straße führt immer tiefer hinein in den Wald, aber ich lande bei Vasankarinitie, direkt am Ufer des Bottnischen Meerbusens. Passt, da bleib ich für die Nacht.

Nach meinem Experiment von gestern (alle Funkverbindungen am Handy deaktiviert) muss ich sagen, dass alles in Ordnung ist: Niemand hat mir eine Nachricht geschrieben oder wollte mich erreichen… 😉 Es passt also alles (und die Welt dreht sich weiter), wenn ich mal nicht erreichbar bin.

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